29.12.08

3 Tage Oppenberg. Schüttkogel, Schattnerzinken, Brennkogel. 27.-29.12.08

Samstag - Schüttkogel. 2049m.

Samstag früh nach Oppenberg, insgesamt sind wir heute zu neunt, mit der eh.OG.Hagenberg, plus Hund Bello.

Start beim Schaffner, dort werden wir auch übernachten. Auf den unteren Wiesen liegt schon ausreichend Schnee. Nicht allzu lang auf der Forststrasse, durch eine kurze Achterbahn auf die Horningalm. Der Horninger Zinken sieht ja auch einladend aus: freie Flächen, jetzt schon fast in der Sonne. Wir gehen aber gradeaus weiter & links auf den Grat Grießkegerl - Schüttkogel - auf halber Höhe endlich die ersten Sonnenstrahlen. Gegenüber, im Gegenlicht, sind schon ein paar Leute zum Gipfel unterwegs.
Hinterm Grießkegerl gehts immer am Grat entlang zum Gipfel, der dann doch recht abgeblasen ist - und windig. Aber tolle Fernsicht, und wunderschöner Anraum!
Die Gipfeljause fällt wegen der Kälte eher kurz aus. Abfahrt erst am Grat zurück, dann rechts runter in die grosse Mulde, und durch lichten Wald zur Horningalm. Der Schnee ist nicht mehr ganz pulvrig ... aber recht schön zu fahren!
Einige gehen noch auf den Horninger Zinken - war eine tolle Abfahrt! - wir beide waren ja gestern schon unterwegs und wollen noch 2 Tage bleiben, also reichts für heute; zu viert fahren wir schon weiter ab und bleiben noch lang auf der
Legensteiner Alm in der Sonne sitzen, zum Keksverkosten.
Abschluss (natürlich) beim Schaffner; die einen fahren heim, wir beide freuen uns aufs Bratl ... das dann auch wirklich excellent ist!
Kurz vor dem Essen, die anderen sind schon eine gute halbe Stunde weg, steht plötzlich der Bello vor uns ... ja wie geht denn sowas? Hat sie doch glatt den Hund im Wirtshaus vergessen ... very strange, schwer zu kapieren. Egal, wir suchen unsere Handys um Bescheid zu geben, dass der Hund hier ist - er kann ja mit uns die nächsten 2 Tage mitgehen - aber Frauchen hats kurz vor der Autobahn doch noch bemerkt, dass ihr geliebter Köter fehlt, und ist zurückgekommen.
Naja.
Netter Abend: feines Essen, edler Schilcher, noch lang mit der Jägerschaft in der Küche gesessen ...


Sonntag - Schattnerzinken. 2156m. Fast. Bis auf 81m.

Geruhsames Frühstück, dann bis zum Flick-Schranken gefahren.
Der blöde Graben Richtung Hochschwung ist blöd wie immer. Nach der langen Forststrasse gahts dann rechts weg, ab hier ist die Tour sehr einsam :) Über schön gestuftes Gelände gehts aufwärts; die Sonne ist scheinbar überall erundherum, aber die Hochschwung-Schattnerzinken-Gruppe ist in den Wolken. Es wird immer kühler. Am Grat über dem Schattnerkar ist der Gipfel zu sehen - und der Wind wird noch stärker: von Süden greift der Föhnsturm, die Böen werfen uns fast um, wir gehen noch ein paar Meter und drehen dann um, mit dem Gipfelkreuz in Sichtweite. Mit den Fellen rutschen wir ins etwas windstillere Schattnerkar runter, und machen die erste kurze Trinkpause. Die Abfahrt ist sehr schön - kaum verspurt & bester Pulver! Auf der Schattneralm endlich die Gipfelpause ;) Den blöden Graben passieren wir ohne gröbere Kratzer im Belag.
Lang beim Almwirt in der Sonne gesessen - der liegt ja wirklich schön, vermutlich der einzig sonnige Platz im Tal.
Fazit: etwa 40 Leute am Hochschwung (wo's auch neblig war), am Schattnerzinken waren wir allein.

Am Abend ein edles Gamsgulasch, dann wieder lang in der Küche egsessen ...
Man erfährt auch einiges: dass die Schiroute auf Hochschwung/Schattnerzinken durch den blöden Graben führt, weil der Bereich oberhalb ja abgesperrt ist, ist wohlbegründet: der Waldbesitzer hatte immensen Wildverbiss an seinen Bäumen, weil sein Nachbar, dem der ganze Grund rundherum gehört, mahr auf Wild- als auf Waldzucht eingestellt ist - und der Nachbar hat auch den Wildzaun rund um seinen Waldbesitz finanziert.
Und am Schranken zur Gulling ist nicht (nur) der Großgrundbesitzer schuld: derwollte schon seit vielen jahren einen Schranken ... aber erst der neue Bürgermeister hat ihn - wie man hört: still & heimlich - genehmigt. natürlich ohen jede Gegenleistung - oder? :o


Montag - Brennkogel. 1871m.

Eine geruhsame Tour zum Abschluss solls werden, grad 800hm. Dass wir für die ersten 200hm 2 Stunden brauchen, war uns noch nicht bewusst ...
Wieder vor dem Schranken geparkt, und die Strasse entlangmarschiert bis zum Forsthaus Guslling. Forsthaus? Ein grosses eingezäuntes Anwesen mit 5 oder 6 mehrstöchigen Häusern ...
Weiter im Weißgullingtal, vorbei an der Abzweiung Seekoppe, weiter flach dahin, immer im Schatten, auch an der Abzweigung Hochrettelstein vorbei, immer weiter, flach & schattig, an Wildschutzgebieten & Wildfütterungen vorbei, flach & kühl, dann endlich links rauf, endlich bergauf. Ein paar alte Schispuren waren grad noch zu sehen, und eine frische Schneetelelrspur.
Nach gut zwei Stunden waren wir endlich in der Sonne! Und haben den Schneeschuhgeher getroffen, der schon beim Abstieg war (& sich am nächsten Tag als GT-Kollege entpuppt hat ;))
Nach 3 Stunden dann am Gipfel, trotz der geringeren Höhe ein wunderbarer Ausblick!
lang in der Sonne gesessen, dann feine Abfahrt durch den Wald, bei fast schon zuviel Pulver ... und natürlich die lange flache schattige Fahrt zurück zum Auto, die recht dann doch flott ging.

Fazit: 3 feine geruhsame Tag in Oppenberg, und zum Schattner werden wir in den nächsten Jahren sicher wieder mal fahren!

Fotos gibts vermutlich hier - falls picasa wieder funktioniert.

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